Das neue Studio

Mein Freund Jens hat  ein Fitnessstudio übernommen. Neulich lud er mich in mein Lieblingscafé ein. Nachdem wir uns über dies und das unterhalten hatten sagte Jens:
"Weißt du, ich habe einen Traum: Ich will das beste Studio der ganzen Stadt sein. Meine Trainer sind bestens ausgebildet und mit den modernsten Methoden vertraut. Ich will Produkte von höchster Qualität anbieten.
Doch i
ch habe keine Lust eine große Werbetrommel zu drehen. Das kostet zuviel unnötiges Geld und bringt nichts, weil die Menschen ohnehin den Werbesprüchen nicht mehr glauben. Ich will wirklich mit Leistung und Qualität überzeugen und aus begeisterten Kunden Empfehler machen. Möchtest du mir dabei helfen?"

 

Mir war klar, dass ich Jens helfen wollte, denn ich kenne ihn, er ist eine ehrliche Haut und versteht etwas von seinem Handwerk. "Natürlich, was kann ich tun?", war meine spontane Reaktion.

 

"Würdest du in meinem Studio für 60 EUR/Monat trainieren?", fuhr er fort. "Klar doch, warum nicht Jens, doch das würde ich sowieso machen. Doch was hat das mit deinem Qualitätsanspruch zu tun?", gab ich erstaunt zurück.

 

"Nun, ich möchte dich am Umsatz beteiligen. Für jeden Kunden, den du mir persönlich empfiehlst, bekommst du eine Provision von 5%. Bei 5 Personen sind das 15 EUR für dich!"  Tolle Rechnung dachte ich etwas zynisch und hinterfragte: "Und du bist sicher, dass die 5 dann monatlich zu dir kommen?" 

 

Jens strahlte überzeugt: "Klar kommen die immer wieder. Denn erstens werden die von meiner Qualität überzeugt sein, ohne die wäre alles zum Scheitern verurteilt. Doch der zweiter Grund ist der, dass ich ihnen das gleiche Geschäft wie dir anbiete. Wenn jeder dieser 5 Personen, die du mir gebracht hast, überzeugt sind und ebenfalls jeweils 5 weitere Freunden mein Studio empfehlen, dann habe ich schon 31 Kunden. Die 5 von dir plus die 25 neuen und du."

 

"Und die neuen bekommen auch jeweils 5%?",  glaubte ich, verstanden zu haben.

 

"Besser noch", meinte Jens dem es sichtlich Spaß machte. "Ich habe mir gedacht, für Marketingaktionen, Flyer, Anzeigen, meine Zeit, ... müsste ich sicher erstmal 40% meines geplanten Umsatzes investieren und in Vorleistung gehen. Wenn ich dies an euch, meine treuen und zufriedenen Kunden weitergebe, dann stehen meine Kosten linear zum Umsatz. Alles wächst sehr organisch. Und weil du mir geholfen hast, gebe ich dir für die 25, die über deine Freunde gekommen sogar 25%! Das sind dann, wenn es so kommt, nochmal 375 EUR + die 15 EUR von deinen ersten 5! Was sagst du jetzt?"

 

"Da verdiene ich ja sogar noch Geld!", gab ich erstaunt von mir. Jens zwinkerte: "Ich hab' ja gesagt, dass ich dich an meinem Umsatz beteilige. Wenn du mir hilfst erfolgreich zu sein, ist es doch nur gerecht, wenn du auch was davon hast!" Ja, so kannte ich den Jens schon von früher, alle sollen Gewinner sein, das war sein Lebensmotto.

 

Die Kellnerin brachte eine weitere Tasse Kaffee. Ich nahm einen Schluck daraus und sah Jens an: "Du sagtest doch was von 40%, bislang sind es nur 30%?" Jens öffnete die Augen, um dann ein weiteres Zwinkern nachzusetzen: "Ja, das bist du. Warst in der Schule schon immer der Denker. Ich hab dir auch nicht gesagt, dass mein Angebot beendet ist. Wenn die 25 Personen nun ihrerseits weitere jeweils 5 Personen in mein Studio bringen, dann sollst du nochmals 10% für diese bekommen! Ist das ein Wort?"

 

"Moment, nochmal ganz langsam zum Mitdenken. Für die ersten direkten 5 gibst du mir 5%, sind 15 EUR. Für deren Freunde, das waren 25 Personen, erhalte ich 25% das sind 375 EUR und wenn die das gleiche tun, dann hättest du weitere 125 neue Kunden. Stimmt doch? Und wenn auch die monatlich bei dir trainieren, dann bekomme ich aus deinen Einnahmen aus dieser dritten Gruppe nochmal 10%? Das wären ... lass mich rechnen ... nochmal 750 EUR? Das wären ja dann in einigen Monaten 1.140 EUR???"

 

"Ganz genau, ich wusste, dass du schnell kapierst." Jens hatte sein Ziel bei mir ereicht. "Klar ist natürlich mein Lieber, dass du nur dann das Geld bekommst, wenn ihr alle, du und die anderen, monatlich bei mir trainieren. Fällt einer weg, verlieren wir beide. Doch keine Sorge, das wird nicht passieren, denn mein Anspruch an Qualität und Leistung ist hoch. Das weißt du!"

 

Wir plauderten noch eine Weile. Dann zahlten wir. Als ich das Trinkgeld gab, fragte ich die Bedienung: "Haben Sie schön gehört, in Kürze wird ein richtig tolles Studio hier in der Stadt eröffnet. Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt. Ich kenne den Inhaber. Möchten Sie, dass ich Ihnen eine Einladungskarte besorge?" 

 

Sie nickte und meinte, sie wolle schon lange mal wieder was für sich tun. Wir tauschten die Adressen aus. Und Jens? Der war längst draußen, weil er seine Freude darüber kaum noch zurückhalten konnte. 

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